Bereits seit 1961 schränkt die Schweiz den Kauf von Grundstücken durch Ausländer gesetzlich ein. Allerdings wurden die Vorschriften seitdem mehrfach – letztmals 1997 – gelockert. Seitdem sind sie unter dem Namen „Lex Koller“ bekannt. Das gesamtschweizerisch anwendbare Gesetz wird von den Kantonen vollzogen und legt fest, welche Grundstücksgeschäfte für Ausländer bewilligungspflichtig sind. Damit das Rechtsgeschäft direkt im Grundbuch eingetragen werden kann, müssen die Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland (BewG) eingehalten werden. Gemäss diesem Gesetz können Bürger ausländischer Staaten, welche Wohnsitz im Ausland haben, ohne Bewilligung der kantonalen Bewilligungsbehörde in der Schweiz keine Grundstücke erwerben. Als EU-Bürger kann er Grundeigentum ohne kantonale Bewilligung erwerben, wenn er eine gültige Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA C besitzt, sowie den tatsächlichen Wohnsitz , also den Lebensmittelpunkt in der Schweiz hat. Damit dies genügend nachgewiesen ist, muss der Käufer den Nachweis erbringen, dass er sich im Ausland abgemeldet hat (Abmeldebestätigung der zuständigen Amtsstelle des letzten Wohnsitzes im Ausland) – eine Meldebescheinigung des früheren Wohnorts in z.B. Deutschland reicht aus –zur Unterzeichnung das Original mitbringen – und in der Schweiz voll steuerpflichtig (Bestätigung der Kantonalen Steuerverwaltung oder Steueramt am Wohnort) ist. Weiter ist eine Bestätigung seines Arbeitgebers in der Schweiz vorzulegen, aus welchem das Anstellungsverhältnis ersichtlich ist.

Zudem kann auch eine Kopie des Fahrzeugausweises über ein in der Schweiz immatrikuliertes Fahrzeug, lautend auf den Käufer ein zusätzlicher Nachweis (neben den übrigen erwähnten Nachweisen) über den tatsächlichen Wohnsitz (Lebensmittelpunkt) in der Schweiz sein.

Fehlen die oben genannten Voraussetzungen und Bestätigungen, so kann eine Eigentumsübertragung ohne kantonale Bewilligung nicht direkt im Grundbuch eingetragen werden. Die Parteien werden aufgefordert, zur Unterzeichnung und öffentlichen Beurkundung des Kaufvertrages einen gültigen Identitätsausweis (Reisepass) sowie den Ausweis EU/EFTA C mitzubringen.

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